Es war einmal.. In der Nähe der tschechischen Landesgrenze zur österreichische Region, in Mähren südlich von Brünn, baute man vor Jahrhunderten einen prachtvollen Wohnsitz. Er wurde mit geteilten Fenstern, Erkern, Mauerzacken und Fialen geschmückt und ist von einem ausgedehnten Schlosspark umgeben. Dieser wurde von einer Hecke umsäumt und von Blumenteppichen bedeckt. Im wohlduftenden Garten spazierten reich geschmückte Edelfrauen. Der Park gab jagdlustigen Herren auf lebhaften Rössern reichlich Gelegenheit, zur Jagd zu reiten. Was Lednice betrifft – ist das schönste daran, dass es wirklich passierte.
Die Atmosphäre eines Märchenschlosses hat Lednice nie verloren. Die Menschen kommen unter dem Vorwand hierher, ihre Kinderträume wiederzubeleben, indem sie die prächtige Architektur bewundern. Ehrlich sagen es nur kleine Mädchen: „Mama, hier möchte ich leben. Mama, ich werde mal Prinzessin.“
Das Schloss in Lednice ist ein Bestandteil des Parkareals Lednice-Valtice – einer naturbelassenen Anlage mit einer Fläche von ca. 300 km². Die Liechtensteiner bauten es vor allem im 18. und 19. Jahrhundert im Einklang mit der Natur. Seit dem Jahre 1996 ist dieser "Garten Europas" in der UNESCO Weltkultur- und -naturerbeliste eingetragen. Kein Wunder! Außer den wunderschönen Schlössern in Lednice und Valtice wird er von vielen kleineren Pavillons geschmückt: die romantische Ruine „Johannesburg“; das klassizistisches Jägerhaus „Jägerschlösschen“; Apollons Dom mit dorischer Säulenstellung; das Teichschlösschen, welches sich in der Wasseroberfläche des Mittleren Teiches widerspiegelt; das Grenzschlösschen; Belveder; die Aussicht Kolonnade Na Reistnì; das „Rendez-vous“ auch „Dianas Tempel“ genannt; die üppigen „Drei Grazien“; das Aquädukt; der Obelisk; der Wasserturm und das Minarett. Die Liechtensteiner hatten also genügend Unterhaltung. Und es ist kein Wunder, dass es auch heute noch viele Leute gibt, die auf das sommerlich Baden im Meer verzichten und sich auf einen mehrwöchigen Urlaub gerade hierher begeben.
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